Käthe-Kollwitz-Schule

Käthe-Kollwitz-Schule
Herkulesstraße 111
34119 Kassel


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Tel: 0561 31006471 - Fax: 0561 31006488
E-Mail:

Homepage:
Homepage-2: www.kks-kassel.de



Schultyp Sonstige Förderschule
Schulformangebote
  • Schule für Kranke
Dienststellennummer 8275
Rechtsstellung Landeswohlfahrtsverband
Zuständiges Schulamt Landkreis und Stadt Kassel
Schulträger Landeswohlfahrtsverband

Käthe-Kollwitz-Schule (Schule für Kranke)

Die Käthe-Kollwitz-Schule ist eine Schule für Kranke (Sonderschule), die an die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters in Kassel gebunden ist. Das bedeutet: Es werden dort ausschließlich Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die Patienten dieser Klinik sind. Die Klinik verfügt über vier Stationen mit insgesamt 46 Plätzen: eine Kinderstation, zwei Jugendlichenstationen und die Tagesklinik als teilstationärer Bereich. Die Schule steht unter der Aufsicht des Staatlichen Schulamtes, die Lehrkräfte werden vom Land Hessen eingestellt. Träger der Schule ist jedoch der Landeswohlfahrtsverband Hessen, der die Sachkosten trägt und die Schulsekretärin finanziert.

Die Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule sind Patienten der Klinik mit Erkrankungen aus dem gesamten Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es sind Patienten mit Störungen der psychischen, intellektuellen, körperlichen und der emotionalen Entwicklung, des Sozialverhaltens, mit psychosomatischen Störungen und Psychosen. Die Verweildauer der Schüler schwankt zwischen drei Wochen und einem Jahr; sie beträgt durchschnittlich etwa zwei Monate. Die Schüler sind in der Regel zwischen 6 und 18 Jahre alt und kommen aus verschiedenen Schulstufen von Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen sowie Gymnasien Nordhessens und angrenzender Bundesländer. Viele Schüler werden in der Klinik behandelt, weil sie auch in der Schule auffällig geworden sind. Verweigerung im Unterricht, mangelnde Konzentration und fehlende Ausdauer bei schulischen Anforderungen sind oftmals kennzeichnend.

Die Anzahl der zu unterrichtenden Schüler schwankt sehr stark. Die Zusammensetzung der Gruppen ändert sich nahezu wöchentlich. Der Unterricht wird sowohl in Kleingruppen (bis zu 4 Schüler) als auch einzeln erteilt.

Es stehen der Schule acht Lehrkräfte zur Verfügung: drei Sonderschullehrerinnen und -lehrer, ein Grundschullehrer sowie drei Haupt- und Realschullehrerinnen und eine Gymnasiallehrerin. Jeder Lehrer ist als Bezugslehrer für Schüler aus einem Schulstufenbereich zuständig. In der Oberstufe wird zusätzlich Fachunterricht erteilt. Dabei umfasst eine Lerngruppe etwa 2-3 Klassenstufen. Die Zusammenfassung der Schüler in Lerngruppen erfolgt sowohl unter Berücksichtigung der Schulstufen und Schulformen als auch unter pädagogischen Förderaspekten.

Das Schulgebäude verfügt über sieben Klassenräume, Schülerbücherei, Sekretariat, Schulleitungsbüro, Lehrerzimmer und es besteht die Möglichkeit einer Küchenbenutzung. Jeder Klassenraum ist mit einem internetfähigen PC ausgestattet; die Räume sind aber recht klein, so dass Gruppen mit mehr als vier Schülern nicht möglich sind.

Es werden vorzugsweise die Unterrichtsfächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht in der Grundstufe erteilt. In der Mittel- und Oberstufe werden Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Gesellschaftslehre angeboten. Andere Fächer werden fachübergreifend erteilt, z.B. in Form von Projekten. Ein mittlerweile etabliertes Projekt ist die Arbeit an der Schülerzeitung „Irre Mensch“, die ein- bis zweimal im Jahr erscheint.

Den „Richtlinien für den Unterricht kranker Schüler“ zufolge soll den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, trotz ihrer Krankheit mit Erfolg zu lernen; die Wiedereingliederung in die Herkunftsschule soll damit unterstützt werden. Die Förderung der schulischen Leistungen ist jedoch nur ein Teil der Aufgaben der Klinikschule. In vielen Fällen ist es vorrangige Aufgabe, einen tragfähigen Kontakt zum Schüler herzustellen und sein Selbstvertrauen zu stärken. Die Förderung von Aufmerksamkeit, Ausdauer und sozialem Lernen steht im Vordergrund. Die Klinikschule ist auch bedeutsam in ihrer Funktion als Bindeglied zwischen Klinik und Außenwelt, nicht zuletzt als Hilfe zur Strukturierung des Alltags der Patienten.

Heike Huflage, Sonderschulrektorin